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Phyllobates vittatus Pfeilgiftfrösche

Pfeilgiftfrösche Phyllobates vittatus

Pfeilgiftfrösche
Phyllobates vittatus
Gestreifte Blattsteiger
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Schwabinger Zoo-Center München

Pfeilgiftfrösche - schön, beliebt und pflegeleicht - diese Attribute treffen für den gestreiften Blattsteiger zu. Das wundervolle Fröschchen ist seit edlichen Jahren eine der beliebtesten Arten, nicht zuletzt wegen seiner guten Haltbarkeit und einfach Zucht.
Beschreibung: Phyllobates vittatus erreichen eine Gesamtgröße bei den Weibchen bis zu 30mm und die Männchen bleiben etwas kleiner. Auf der schwarzen Grundfarbe ziehen sich zwei seitlich angelegte Streifen über die Schnauzenspitze, den Kopf und den Rücken. Die Streifen können goldfarben, gelb oder gelb- orangeaussehen. Der schwarze Rücken wird durch leichte Flecken von den Farben türkis- bis goldfarbener Flecken, die längs der Rückenmitte verlaufen, verschönert. Die Fleckenzeichnung ist bei den Weibchen deutlicher, während sie bei den Männchen ganz fehlen kann.
Lebensraum der Pfeilgiftfrösche: Phyllobares vittatus bewohnen die Tieflandwälder an der Pazifikseite von Costa Rica. Ihr Lebensraum ist der untere Vegetationsbereich am Boden; sie klettern nicht so hoch wie andere Arten.
Pflege in Terrarien: Als Terrarien eignen sich Glasbehälter ab einer Größe von 60x80x40 cm. Die Temperaturen sollen sich zwischen 24 und 30°C bewegen. Ein eingebauter Bach sorgt für hohe Luftfeuchtigkeit, die man durch zusätzliches besprühen bis zur Sättigungsgrenze ansteigen lassen kann. Die Frösche fressen Drosophila, junge Grillen und Heimchen und sehr kleine Motten. Bei der Bepflanzung dürfen wir die Trichterbromelien nicht vergessen; deren breite, glatte Blätter werden von den Fröschen gern zur Eiablagen bevorzugt.
Pfeilgiftfrösche - Verhalten und Zucht: Die Männchen der gestreiften Blattsteiger zeigen ein ausgeprägtes Territorialverhalten. Betritt ein Männchen das Revier eines anderen, wird er sofort angegriffen. Die gefleckten Blattsteiger sind fast das ganze Jahr über in Fortpflanzungsstimmung. Ständig lassen die Männchen ihr helles, anhaltendes Trillern ertönen, um paarungsbereite Weibchen anzulocken. Die Weibchen lassen sich in der Regel nicht lange ´mit sich betteln. Nähert sich ein laichbereites Weibchen, trillert das Männchen noch intensiver und gibt zusätzlich optische Signale ab, in dem es sich aufrichtet, auf der Stelle trippelt oder sogar Kreise tanzt . Das Weibchen ist von dieser Darbietung begeistert, dass es dem Männchen mehrmals über den Rücken streift. Nun sucht das Männchen einen geeigneten Laichplatz. Das Männchen hüpft voraus, das Weibchen folgt dichtauf. Schließlich haben die Frösche ihr zusagendes Bromelienblatt gefunden. Dort setzt das Weibchen seine Eier ab, während das Männchen frontal gegenüber ihr sitzt und wartet. Eine Verpaarung findet während der Laichzeit nicht statt. Nachdem das Weibchen ein Gelege von 7 bis 20 Eiern abgelegt hat, hüpft es anschließend weg. Nun setzt sich das Männchen auf das Gelege und besamt die Eier. In den folgenden 16 bis 16 Tagen kümmert sich das Männchen um das Gelege und bewässert es. Dann ist die Gelegeentwicklung so weit fortgeschritten, dass die etwa 12 mm großen Larven ausschlüpfen. Das Männchen nimmt den Nachwuchs huckepack und sucht eine geeignete Wasserstelle zum Absetzen der Larven. Die Absetzung kann bis zu 8 Tagen dauern, bis die letzte Larve abgesetzt worden ist. Dabei Wachsen die Quappen auf dem Rücken des Froschvaters, sie werden sichtbar größer.
Pfeilgiftfrösche - Aufzucht der Larven und Jungfrösche: Für eine gezielte Aufzucht der Larven empfiehlt es sich, die Gelege rechtzeitig herauszunehmen und künstlich zu zeitigen. Wir sollten dem Zeitungswasser von Anfang an ein Antipilzmittel aus der Aquaristik zusetzen, um einem Pilzbefall vorzubeugen. Trägt der Froschvater dem Nachwuchs bereits auf dem Rücken, kann man ihn mit seinen Froschvater heraus fangen und in ein kleines Aufzuchtbecken mit einem Wasserstand von 2 bis 3 cm setzen. Meistens setzt das Männchen die Quappen zum Teil ab. Im Terrarium hingegen würde der meister Teil von den Quappen nicht überleben, da das Nahrungsangebot zum meisten Teil nicht für eine selbständige Entwicklung ausreichend ist. Die Aufzucht der Quappen ist in der Regel recht einfach und verläuft ohne Probleme. Das füttern der Quappen mit Algen, Trockenfutter, rote Mückenlarven und Springschwänzen sowie auch Bachflohkrebsen werden gut angenommen. Bei Temperaturen zwischen 20°C und 25°C erreichen die Quappen nach ungefähr 40 Tagen die Umwandlung zum Frosch. Die Jungfrösche lassen sich mit kleinen Drosophila und frisch geschlüpften Grillen und Heimchen heranziehen. Hier ist besonders darauf zu achten, die Futtertiere täglich zu vitaminisieren (Einstäuben mit Osspulvit), da die jungen Phyllobates sonst zu deformierten Tiere heranwachsen oder auch im Wachstum zurückbleiben können (Zwergwuchs). Beim abwechslungsreichen Futter sind die Jungfrösche nach einem Jahr ausgewachsen und können nun ihrerseits für Nachwuchs der Pfeilgiftfrösche sorgen.

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